Hilfe, mein Kind wird süchtig!

Immer wieder kommen Eltern mit dem Problem zu mir, dass ihre Kinder entweder übermäßig fernsehen, zu viel an ihrem elektronischen Spielzeug, wie Wii-Spiele, Play-Station, Handy,.. etc. sitzen, dabei ganz unruhig oder verwirrt werden, und um nichts in der Welt damit aufhören wollen. Ist das nun SUCHT? Was sollen wir tun? Wird mein Kind langsam süchtig?
Sie kommen aber erst, wenn sie selbst mit IHREN Methoden nicht mehr weiter kommen. Dazu gehören
– Verbot als Strafe
– Zeitbeschränkungen mit Handel (du darfst 1 Stunde spielen, wenn du deine Aufgaben in .. erledigst)
– Die Geräte werden zeitweise ganz weggeräumt

Es entstehen Kämpfe, es wird mit Argumenten verhandelt, die Eltern geben unter Druck dann wieder nach, usw.
Nicht zu verachten ist die Tatsache, dass es doch zeitweise als sehr angenehm empfunden wird, wenn die Kinder sich SELBST und ALLEIN mit etwas beschäftigen. Dann muss man nämlich nicht als Unterhalter fungieren und kann seine eigenen Pläne machen.
KINDER SPÜREN DAS.
Ist diese Art von Spielen nun wirklich schädlich?
Meine Meinung dazu ist, dass vor allem Spiele mit Kampfhintergrund die Scheu vor Gewalt mindern und einfach alltäglich machen. Kinder sind ganz vertieft darin, im Kampf siegen zu müssen, dadurch wird auch Konkurrenzdenken gefördert. Weiters ist der Elektrosmog zu erwähnen, welcher auch Teilschuld haben kann an kindlicher Unruhe, welche sehr verbreitet ist.
Wenn es allerdings nur Leidenschaft ist, Hingabe, mit der sich ein Kind mit Medien beschäftigt, um zu lernen, zu erfahren, geschickter zu werden, so können das auch positive Aspekte sein.

Mit Leidenschaft dabei sein
Mit Leidenschaft dabei sein

Was ist es nun, was diese Leidenschaft und die oben erwähnte Sucht unterscheiden?
Es ist die URSACHE.
Menschen werden nachweislich süchtig, wenn ihnen irgendetwas fehlt. Es muss durch die Verwendung von Suchtmitteln etwas kompensiert werden. Meist kann man es auf das reduzieren: Es fehlt an BEZIEHUNG. Es fehlt an menschlicher Nähe, an Geborgenheit, es fehlt, dass man als MENSCH gesehen wird, nicht als Person oder als Funktion.
In unserer Gesellschaft nimmt das MENSCHSEIN allerdings immer mehr ab. Durch die Gesellschaftsstruktur des Konsums und der Selbstverwirklichung werden Kinder oft übersehen und unter dem Deckmantel: „Sie müssen selbstständig werden“ ..werden sie einfach ALLEIN GELASSEN.
Als Lehrerin musste ich solche Sätze immer wieder hören, wo ich doch durch das Verhalten des Kindes schon ahnte, dass das Kind einsam ist.
Man hat mit wissenschaftlichen Versuchen festgestellt, dass selbst Ratten, die allein in Käfigen waren, eher zu Suchtverhalten neigten als jene, welche in Gemeinschaft waren.
Wie soll man nun vorgehen, wenn man Sucht bei seinen Kindern vermeiden will?
STÄRKE DEINE BEZIEHUNG ZU DEINEM KIND.
Das ist die beste Prävention.
Es sind nicht die Verbote, es ist nicht das Beschützen, es ist nicht das Verbieten, das Anlügen oder Manipulieren ist es auch nicht.
Die ersten Fragen, die du dir nun stellen musst, sind:
– Was fehlt meinem Kind
– Bin ich als Elternteil präsent
– Kann mein Kind mit allem zu mir kommen
– Kenne ich die Gefühle meines Kindes
– Gebe ich meinem Kind die Change, sein Menschsein zu leben
– Respektiere ich mein Kind mit deinen Bedürfnissen und Gefühlen
– Fördere ich Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung
– Biete ich Möglichkeiten an, damit es lernt, mit deinen Gefühlen und Emotionen richtig umzugehen?
Arbeite einfach daran, mit Herzenswärme und Gefühl dein Kind wirklich als Mensch wahrzunehmen und ihm zu begegnen.
DAS IST DIE PERFEKTE PRÄVENTION GEGEN DROGEN ODER JEDE ART VON SUCHT.
Wer nicht nach etwas SUCHen muss, muss auch nicht eine SUCHt haben..
Alles Gute
Eure Silvia
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